Schädlinge in Frankreich in geprüften Zahlen
Nur öffentliche, amtliche Daten – jede mit ihrer Quelle verknüpft. Keine hauseigenen Schätzungen.
Methode: Jeder Wert stammt aus einer amtlichen französischen Veröffentlichung (ANSES, Santé publique France, Institut Pasteur, MNHN, Ministerien). Schätzungen sind gekennzeichnet. Die Quellentitel sind französisch.
Zahlen geprüft am 6. November 2026Bettwanzen: jeder zehnte Haushalt betroffen
Das 2023 veröffentlichte Gutachten der ANSES hat das Ausmaß des Befalls in Frankreich erstmals gemessen. Er hängt weder vom Einkommen noch von der Sauberkeit der Wohnung ab.
- Aufenthalt in Hotel oder Ferienunterkunft≈ 40 %
- Kauf gebrauchter Gegenstände≈ 20 %
- Wohnung bei Einzug bereits befallen16 %
Angegebene Herkunft des Befalls (Ipsos-Umfrage für die ANSES).
Asiatische Hornisse: zwanzig Jahre Invasion
Versehentlich im Département Lot-et-Garonne eingeschleppt, hat die Asiatische Hornisse das französische Festland in zwei Jahrzehnten besiedelt. Das Naturkundemuseum MNHN verfolgt ihre Ausbreitung von Anfang an.
Wespen-, Hornissen- und Bienenstiche: zehn Jahre Daten
ANSES und Santé publique France haben Anrufe bei Giftnotrufzentralen, Notaufnahmen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle nach Hautflüglerstichen zwischen 2014 und 2023 ausgewertet.
- Wespen37 %
- Hornissen (alle Arten)25 %
- Bienen19 %
- Nicht näher bestimmt19 %
Verteilung der von Giftnotrufzentralen erfassten Fälle, 2014–2023.
Leptospirose: eine mit Nagern verbundene Krankheit unter genauer Beobachtung
Leptospirose wird vor allem durch Kontakt mit einer Umgebung übertragen, die mit dem Urin infizierter Tiere – darunter Ratten – verunreinigt ist. Seit August 2023 ist sie in Frankreich meldepflichtig, wodurch mehr Fälle sichtbar werden.
- 2022596
- 2023570
- 2024871
Vom Nationalen Referenzzentrum (Institut Pasteur) erfasste Leptospirose-Fälle. Der Anstieg 2024 folgt teilweise auf die Einführung der Meldepflicht.
Tigermücke: 81 Départements besiedelt
Seit 2004 in Menton ansässig, breitet sich die Tigermücke (Aedes albopictus) jedes Jahr weiter aus. Sie kann Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen – daher die verstärkte Überwachung vom 1. Mai bis 30. November.
- 20041
- 1. Jan. 202478
- 1. Jan. 202581
Zahl der Départements auf dem Festland, in denen die Tigermücke angesiedelt ist.
Alle Quellen
Die amtlichen Dokumente, auf denen diese Seite beruht (auf Französisch).
- 01ANSES — Punaises de lit : des conséquences sur le budget et la qualité de vie des Français (2023)
- 02ANSES — Les punaises de lit en 13 questions
- 03ANSES — Avis et rapport relatif aux punaises de lit : impacts, prévention et lutte (PDF)
- 04MNHN — Frelon asiatique, site de suivi national
- 05INPN — Vespa velutina, fiche espèce
- 06Ministère de la Transition écologique — Plan national de lutte contre le frelon asiatique, dossier de presse (mars 2026, PDF)
- 07ANSES — Vigil'Anses n° 26 : frelon à pattes jaunes et autres hyménoptères (juillet 2025, PDF)
- 08ANSES — Piqûres de guêpes, frelons et abeilles : quel bilan depuis 2014 ? (2025)
- 09ANSES — Avis relatif à l'exposition au frelon à pattes jaunes et aux hyménoptères (PDF)
- 10Santé publique France — Leptospirose en France en 2024, données de la déclaration obligatoire
- 11Santé publique France — La leptospirose devient une maladie à déclaration obligatoire (2023)
- 12Institut Pasteur — CNR Leptospirose, rapport d'activité 2024 (PDF)
- 13Institut Pasteur — CNR Leptospirose, rapport d'activité (données 2023, PDF)
- 14Santé publique France — Le moustique tigre présent dans 84 % des départements métropolitains (mai 2025)
- 15Ministère de la Santé — Moustiques vecteurs de maladies
- 16Ministère de la Santé — Cartes de présence du moustique tigre en France métropolitaine